Geschichte

Jschalp - ein deutschsprachiger Ausdruck für "Eis-Alp" wird im Walser Dialekt heute noch verwendet.

Beim Rückzug der Gletscher in Richtung Dischma oder Sertig muss die Jschalp ihren Namen bekommen haben. Der eine Gletscher kam über den Brämabüel (daher ist dieser Berg abgerundet) und der andere ums Jakobshorn (daher ein Horn oder Spitz).

Bis 1952 wurde auf der Jschalp nur Alpwirtschaft betrieben. Die Alp wurde mit 30 - 40 Stück Grossvieh und ca. 20 - 30 Stück Kleinvieh (Kälber und Mesen) bestossen. Im Winter war die Alp nicht bewohnt.
Im Jahr 1953 wurde die Seilbahn zur Jschalp und der Schlepplift zum Brämabüel gebaut. Während des Sommers wurde der Schlepplift jeweils zu einer Sesselbahn umgerüstet.
In den folgenden Jahren wurde das Jakobshorn zu einer bekannten Winter- und Sommersport Arena mit modernen Bahnanlagen und einem grossen Angebot an rustikalen Berghütten. Die Besucherfrequenzen des Winters übersteigen die des Sommers um das 7 - 10 fache. Die Alpwirtschaft wird durch die Familie Fopp betrieben. Es sind zurzeit noch ca. 12 Kühe und 10 Rinder auf der Alp. Es wird auch weiterhin auf der Alp gemolken.

Die "Jschalp-Hütte" wurde ebenfalls 1953 mit einer einfachen Barackenkonstruktion gebaut.
Um 1957 wurde das Provisorium durch einen massiven Neubau ersetzt. Um das Platzangebot zu vergrössern wurde das Haus in Abständen von jeweils 10 Jahren aufgestockt und angebaut. Letzte Renovationen wurden 2002 und 2011 in Angriff genommen.